Willkommen bei der Telefonfee

Liebe Leser,

Erst mal recht herzlich Willkommen auf meinem Blog.
Dieser Blog befasst sich mit dem Thema Telefonsex/Telefonerotik allgemein und meine persönlichen Erfahrungen von über 20 Jahren als Telefonfee im Besonderen. Ich werde hier die einzelnen Systeme, die es beim Telefonsex gab und gibt beschreiben. Ebenso beinhaltet dieser Blog die Veränderung dieser Dienstleistung in den letzten 20 Jahren. Hauptthema jedoch ist meine Biografie als Telefonfee. Dazu lade ich euch ein, die Kategorie Telefonsex anno 1990 zu lesen. Dort werdet ihr eine Menge von mir persönlich erfahren. Mein Einstieg in die höhrende Erotik bis heute.  

Nachdem ich nun einige Artikel geschrieben habe, hin und her überlegt habe, wie ich die Artikel nun sortieren soll, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, die neusten Artikel aus der primären Kategorie oben erscheinen zu lassen, bis das Thema abgeschlossen ist. Artikel zu den allgemeinen Themen werden somit weiter unten angezeigt. So erhoffe ich mir, dass es übersichtlich bleibt.

Ich wünsche nun allen Lesern, viel vergnügen und freue mich natürlich über jeden Kommentar, jede Frage und jeden Vorschlag und natürlich über jeden Klick auf den “I Like” Button

Lieben Gruß Nicole, eure Telefonfee

Veröffentlicht unter Telefonerotik allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die Aussprache mit Tatjana

Es war Ende Juni und Tatjana hatte Geburtstag. Schon lange haben wir nichts von einander gehört. Da ich grundsätzlich verzeihen kann, dachte ich mir, ich ruf sie einfach mal an und gratuliere ihr. Erwartungen hatte ich keine. Es war einfach nur so eine Idee.

Sie war natürlich auch erst mal sehr überrascht. Ich sagte ihr, dass man die Vergangenheit auch mal ruhen lassen sollte. Heute ist es so, wie es ist. Wir plauderten ein wenig, ich erzählte von meiner Umschulung. Natürlich wollte ich auch wissen, wie es mit ihrer kleinen Telefonsex Agentur so läuft.

Es platzte aus ihr heraus. Ihre Verzweiflung war nicht zu überhören. Gerade eine Woche zuvor hat sie die letzte ihrer Callerinnen vor die Tür gesetzt. Einige sind von sich aus gegangen und nun saß sie da, mit einem recht hohen Anrufervolumen, den sie alleine nicht bewältigen konnte.

Welch ein Zufall. Gerade zu dem Zeitpunkt rufe ich an. Sie bat mich, sie zu besuchen. Wollten noch mal über die Vergangenheit sprechen, um einen Abschluss zu finden und sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, bei ihr zu arbeiten. Ich hatte es zwar im Hinterkopf, doch erst wollte ich mit ihr persönlich sprechen und fuhr zu ihr.

Sie lebte mit ihrem Mann in einem recht großen Haus. Wir sprachen uns aus. Ich konnte ihr nun ganz emotionslos sagen, was ich von der Aktion damals bei Ulla gehalten habe. Vor allem jedoch, dass sie mich dabei vollkommen Außen vor lies, sogar mir alles anhing, was sie selbst zu verantworten hatte. Zu ändern ist es nicht mehr und da ich insgeheim natürlich gerne sorglos und ohne große Verpflichtungen bei einer Agentur Telefonsex machen wollte, war ich bereit, diese Sache zu vergessen und einen Neuanfang zu starten.

Wir gingen in den Keller. Hell und freundlich war er ausgebaut. Es gab ein recht geräumiges Büro und 3 Kabinen. Also drei Arbeitsplätze. Mit ihrem Büro dann 4. Sie hatte einiges an neuen Fotoserien gekauft und jede Menge Werbung geschaltet. Seit einer Woche kann sie das Anrufvolumen nicht mehr bewältigen und braucht dringend eine weitere Callerin. Sie weiß um meine Fähigkeiten, braucht mir nichts mehr beizubringen, ich wäre also die ideale Besetzung und sie machte mir ein Angebot, dass ich nicht auszuschlagen gedachte.

Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, nahm ich ihr Angebot an. Normalerweise bekommen die Mädels 33% vom Umsatz, was zu dem Zeitpunkt 20 DM pro bezahltes Gespräch ausmachte. Ich jedoch bekam 25 DM/bezahltes Gespräch. Ein guter Deal. Damit auch alle seine Ordnung hat, machten wir einen verbindlichen Vertag. Auszahlungen gab es immer zum Wochenende.

Veröffentlicht unter Telefonsex bei Tatjana | Hinterlasse einen Kommentar

Zurück in die Arbeitnehmerwelt

Recht schnell fand ich eine Stelle in der Produktion eines Industrie Beleuchtungsherstellers. Und so kam ich erst mal wieder zurück in die Welt der Arbeitnehmer mit geregelter Arbeitszeit von 7 bis 16 Uhr. Ich behielt ein paar meiner guten Stammanrufer und machte nebenbei noch Telefonsex nach Terminabsprache. Anzeigen schaltete ich keine mehr. Es war auf der einen Seite sehr entspannend, endlich hatte ich wieder Zeit für mich, ging langsam wieder aus. Ich merkte, wie sehr ich am Leben vorbei gelebt hatte.

Es war ein sehr langweiliger Job. Montieren von Leuchten ist nicht gerade eine Herausforderung und ich suchte nach Möglichkeiten, meine berufliche Situation zu verbessern. Ich informierte mich beim Arbeitsamt über Umschulungen und wurde damals sehr gut beraten. Man muss ja sehen wo man bleibt. 

Mir wurde beim AA gesagt, dass ich Anspruch sowie auch gute Aussichten auf eine Umschulung hätte, wenn ich arbeitslos wäre. Natürlich nur dann, wenn ich nicht nachweislich durch eigenes Verschulden arbeitslos würde. Also selber zu kündigen ging schon mal nicht. Also musste ich mich ordentlich kündigen lassen. Wie stellt man das an. OK. Nicht sehr nett, aber effektiv. Ich hatte schon sehr früh einen Bandscheibenvorfall. Naja.. dieser verhalf mir dann nach häufigen krankheitsbedingten Ausfällen zur ordentlichen Kündigung Seiten des Arbeitgebers.

Ich stand sofort beim Arbeitsamt auf der Matte. Ich hatte verdammtes Glück. Es waren noch Plätze in einem Kurs frei, der dazu dienen sollte, die Eignung zu einer Umschulung festzustellen. Dieser dauerte 3 Monate und danach ging es für mich nahtlos in die Umschulung. Natürlich war das Unterhaltsgeld nicht gerade dazu gedacht, große Sprünge zu machen. Das konnten meine Stammanrufer, die ich noch nebenbei bediente auch nicht auffangen. Und da kam mir eine Idee….

 

Veröffentlicht unter Schicksalsjahre einer Telefonfee | Hinterlasse einen Kommentar

Ausgebrannt

Ich manövrierte mich also immer weiter in eine gewisse Einsamkeit. Ich saß nur noch vor dem Telefon um ja keinen Anruf zu verpassen. Es kamen so 5 bis 8 Telefonsex Gespräche pro Tag zustande, jedoch verteilten sie sich über die 24 Stunden. Das war sehr anstrengend, denn immer dann, wenn ich was anderes machen wollte, kam natürlich ein Anruf. Wenn ich jedoch wartete, kam keiner.

Ich hatte natürlich auch die Vorstellung, dass das Anrufervolumen mal so groß ist, um langsam zu einer Agentur mit mehreren Telefonfeen anzuwachsen, so dass ich auch wieder etwas mehr Freizeit haben könnte. Doch ich merkte, dass dieser Markt hart umkämpft war und ich mit meinen wenigen Anzeigen kaum eine Chance hatte. Ich war vollkommen ausgebrannt, Tag ein Tag aus beschäftigte ich mich nur noch mit Telefonsex. Ich sprach kaum noch mit meinen Freunden, Besuch bekam ich auch kaum noch, da ich ja ständig Informationsgespräche hatte. Ich fasste daher den Entschluss, mich wieder auf dem Arbeitsmarkt umzusehen und mir einen Job zu suchen. Ich merkte einfach, dass es so nicht weiter gehen konnte.

Veröffentlicht unter Schicksalsjahre einer Telefonfee | Hinterlasse einen Kommentar

Selbst und ständig

Die Überschrift sagt schon alles aus.

Natürlich war es erst mal ein Kampf. Erfreulich war jedoch, dass mich einige Stammanrufer fanden. Dennoch waren die Kosten ziemlich hoch. Es mag für viele sicher einfach klingen. Da macht man ein paar Anzeigen, telefoniert mal so nebenbei und hat sein Geld verdient.

So ist es ganz und gar nicht. Ich bleibe jedoch einfach mal bei mir, da ich nicht beurteilen kann, wie andere es machten. Mein Anspruch war es, absolut perfekten Service zu bieten. Denn ich wollte meine Anrufer natürlich auch an mich binden, sie verzaubern und zum wieder anrufen animieren. Das geht nur, wenn der Anrufer wirklich zufrieden ist und zudem ich mich von anderen abhebe mit meinem Service. Und genau das war auch mein Anspruch an mich selbst.

Es führte jedoch dazu, nicht zuletzt auch, weil der finanzielle Druck ziemlich hoch war, dass ich im Grunde 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche erreichbar war. Ich manövrierte mich in eine recht einsame Zeit. Freunde und Familie vernachlässigte ich nach und nach immer mehr, weil ich mich kaum aus dem Haus traute, aus Sorge, es könnte jemand anrufen. Es ging sogar soweit, dass ich nur im allernötigsten Fall einkaufen ging und so manches mal der Kühlschrank leer war. Und das nicht, weil ich kein Geld hatte, sondern weil ich einfach IMMER am Telefon sitzen wollte.

Nachts stand das Telefon neben mir. Ich weiß nicht, wie lange ich kaum eine Nacht habe durchschlafen können, weil es immer mal jemanden gab, der Lust auf ein Gespräch hatte. Nach etwas über einem Jahr war ich ausgebrannt. Finanziell ging es mir recht gut, aber nur deswegen, weil ich nicht mal Zeit hatte, shoppen zu gehen. Es ging Tag um Tag, Nacht um Nacht nur um den Telefonsex.

Natürlich versuchten meine Freunde mich darauf aufmerksam zu machen, wie es mir offensichtlich ging. Ich war nur noch für meine Kunden da. Nicht für mich, nicht für meine Familie und auch nicht für meine Freunde.

Veröffentlicht unter Schicksalsjahre einer Telefonfee | Hinterlasse einen Kommentar