Die Anzeige

Meine Freundin A. rief mich an einem Tag im Jahr 1990/91 an und fragte mich, ob ich schon die Wochenpost bekommen hätte. Es handelte sich bei der Wochenpost um eine wöchentliche Zeitung aus dem Raum „Bergisches Land“, die jeder Haushalt kostenlos erhielt. Darin befanden sich lokale Nachrichten, Werbung, Kleinanzeigen und ein lokaler Stellenmarkt. Meine Freundin A. bat mich, den Stellenmarkt anzusehen und machte mich auf eine Anzeige aufmerksam:

Aufgeschlossene Frauen mit erotischer Stimme für  Telefonate von seriöser Agentur gesucht. Tel: 022xx-xxxxxx.

A. machte den Vorschlag, dass wir uns gemeinsam dort bewerben, uns es mal ansehen. Ich hielt sie erst mal für verrückt. Nein.. also bitte… erotische Telefonate. Das ist Telefonsex… NEEEEEEE.   Während des Gespräches gab sie dann auch zu, dass es eine Schnapsidee sei und sie es eigentlich auch nicht ernst gemeint hätte.

3 Tage lag diese Zeitung mit der aufgeschlagenen Anzeige bei mir herum.  Immer wieder schaute ich darauf und überlegte, wenigstens dort mal anzurufen. Klar, so ein Nebenjob käme mir gerade echt gelegen. Und anrufen… einfach mal anrufen. Warum eigentlich nicht. ODER?

Ich rief A. an und sagte ihr, dass ich mich entschlossen habe, dort anzurufen und fragte natürlich, ob sie mit macht. Doch sie hatte es sich in der Zwischenzeit anders überlegt und diese Idee als vollkommen unmöglich at Akta gelegt. Jedoch bat sie mich, ihr alles zu erzählen und ermunterte mich dazu, auf jeden Fall dort anzurufen.

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